Gamescom 2018 • Eine kleine Übersicht


Abseits der Spiele, die den größten Anteil der Messe ausmachen, darf auch das passende Zubehör in Form von Hardware nicht zu kurz kommen. Nach dem sich die VR-Headsets inzwischen zu einem bekannten Standard entwickelt haben, geht der Trend der simulierten Umgebung weiter und nimmt neue Formen an. 

Bild: Kevin Puschak

Cybershoes (Cybershoes GmbH)
Genau genommen handelt es sich bei den Cybershoes gar nicht um Schuhe, sondern nur um Sohlen, die unter die eigenen Schuhe geschnallt werden. Diese verfügen über Rollen und auf einem feststehenden Drehstul sitzend kann durch entsprechende Bewegungen mit den Beinen der Charakter in einem VR-Spiel bewegt werden.
Bei dem Testexemplar auf der Gamescom handelte es sich noch um einen Prototyp der österreichischen Unternehmer, dessen weitere Entwicklung und Produktion demnächst mit einer Kickstarter-Kampagne finanziert werden soll. Im Spiel selbst fühlte sich die neue Art der Steuerung noch ungewohnt an und die Erkennung funktionierte noch nicht ganz fehlerfrei. Dennoch hat die Technik Potential, das Laufen in der virtuellen Realität, auf einen neuen Stand zu bringen.

Tactsuit (bHaptics)
Der Tactsuit stammt von südkoreanischen Entwicklern und ist eine VR-Weste. Diese kann an verschiedenen Stellen Schläge, Stöße oder Schüsse vom Charakter im Spiel auf den eigenen Körper übertragen. So soll sie vor allem bei First-Person-Shootern zum Einsatz kommen. Im Test funktionierte die ungewöhnlich leichte Weste präzise, wenngleich die maximale Intensität für die Simulation von Schüssen noch zu niedrig gewesen ist.
Erschwerend hinzu kommt, dass die Spiele eine entsprechende Integration der Weste bereitstellen müssen. bHaptics bietet zwar für Entwickler eine entsprechende Software an, die die Schnittstelle zur Weste bereitstellt, bislang existieren aber noch nicht einmal eine Handvoll Spiele.
Nichtsdestotrotz planen die Entwickler, neben dem Rumpf auch Arme und Beine mit entsprechenden Geräten auszustatten. Das größte Manko wird aber der Preis sein, der sich auf etwa 500 Euro belaufen soll.

Bild: QUICK-SAVE.de

Zwar hat die Gamescom 2018 ihren eigenen Besucherrekord einmal mehr gebrochen, an einem zentralen Aufhänger, einem Highlight, ließ sich das aber nicht festmachen. Insbesondere die großen Publisher, wie etwa EA, haben wenig Neues mitgebracht. Vielmehr scheint sich auch hier der Trend durchzusetzen, dass die Innovationen von kleineren, unabhängigen Unternehmen stammen. Zumindest die interessantesten Spiele gab es dort zu sehen.

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