Gamescom 2018 • Eine kleine Übersicht


Trüberbrook (Headup Games, Q1 2019)
Der junge Physikstudent Hans Tannhauser ist aktuell damit beschäftigt, seine Doktorarbeit fertigzustellen, als er überraschend eine Reise in das Dorf Trüberbrook gewinnt. Um etwas Abstand von seiner Arbeit zu gewinnen, nimmt er den Gewinn an und fliegt nach Deutschland. Doch kurz nach seiner Ankunft wird in sein Zimmer eingebrochen und es werden Dokumente gestohlen. Wer könnte das gewesen sein? Und ist er vielleicht gar nicht zufällig dort?
Auffällig bei Trüberbrook ist spezielle Grafik der einzelnen Szenen. Diese werden nicht gezeichnet, sondern als Miniaturmodelle gebaut, bevor sie dreidimensional eingescannt und digital nachbearbeitet werden. Besonders die Licht- und Schatteneffekte profitieren davon. Auch die angestrebte Atmosphäre der 1960er Jahre wird so erreicht.
Das Point-and-Click-Adventure wird für Windows, MacOS, Linux, PlayStation 4, Xbox One und Nintendo Switch entwickelt. Spätere Versionen für Android und iOS sind geplant.

Bild: QUICK-SAVE.de

Dakar 18 (Deep Silver, 11.09.2018)
Die Rallye Dakar fand ursprünglich auf der Strecke zwischen Paris und Dakar statt, wird heute aber in den Wüsten der ganzen Welt ausgetragen. Das macht das Rennen aber nicht weniger anspruchsvoll für Mensch und Maschine. Die Ausfallquote ist hoch, Chancen auf einen Sieg gering, aber dennoch omnipräsent. In Dakar 18 können wir das Steuer selbst in die Hand nehmen und uns unseren Weg durch die Landschaft bahnen. Hilfestellung gibt es lediglich von unserem Beifahrer, der uns die Richtung zum nächsten Etappen-Kontrollpunkt weisen kann.
Die Grafik macht einen ordentlichen Eindruck, ist aber von einem aktuellen Stand ein gutes Stück entfernt. Die Steuerung des Autos fällt aber leicht, leider schon zu leicht. Ein Auto mit Vollgas über starke Unebenheiten fahren zu können, ohne dabei gegenlenken zu müssen, ist nicht einmal für ein spezielles Rallye-Auto realistisch. Außerdem hat sich der Beifahrer als wenig hilfreich erwiesen, als er eine Richtung vorgab und er nach wenigen Hundert Metern in diese Richtung den Faden verlor und meinte, es sei besser umzukehren.
Selbst in die Wüste geschickt werden Spieler mit Windows, Xbox One und PlayStation 4. 

Bee Simulator (Varsav Game Studios, Q4 2018)
Wer wollte nicht schon immer einmal wie eine Biene durch die Lüfte fliegen? Das ist mit dem Bee Simulator jetzt möglich. Zu ihren Aufgaben als Biene zählt es, Blüten anzufliegen und Nektar zu produzieren. Gleichwohl muss sie sich gegen Feinde, wie etwa Wespen, durchsetzten und auch den eigenen Bienenstock verteidigen.
Nicht nur die Optik, sondern auch die detaillierte Umgebung mit einer gelungenen Skalierung, fallen dabei positiv ins Auge. Weniger gelungen ist das rudimentäre Kampfsystem, das aus einem simplen Reaktionstest besteht, aber so für die gesamte Familie geeignet ist. Darüber hinaus soll es eine Handlung geben, die den eher schnöden Alltag der Biene erweitern soll.
Für ein Leben im Bienenstock muss ein Windows-PC, eine PlayStation 4, eine Xbox One oder eine Nintendo Switch vorhanden sein.

Bild: QUICK-SAVE.de

Lost Ember (Mooneye Studios, Q1 2019)
Die Menschheit ist verschwunden, längst herrscht wieder die Natur über den Lebensraum auf der Erde. Doch was genau hat zum Verschwinden des Homo sapiens geführt? Ein Wolf macht sich auf den Weg, diese Frage zu beantworten. Begleitet wird er von einem kleinen, roten Licht, das ihm nicht nur den Weg zeigen kann, sondern ihn auch den Körper anderer Tiere übernehmen lässt, um sich die Hindernisse der Natur zu überwinden.
Optisch sehen Flora und Fauna wirklich gut aus, auch wenn noch ein letzter Feinschliff fehlt. Gleiches gilt für die Geräuschkulisse. Das schmälert jedoch nicht die Erwartung auf ein schönes Abenteuer.
Das Exploration-Adventure des Hamburger Entwicklerstudios erscheint für Windows, PlayStation 4 und Xbox One.

Tied Together (Headup Games, N/A)
Tied Together ist ein Jump ’n‘ Run, das im Multiplayer mit bis zu vier Spielern lokal gespielt werden kann. Dabei sind sämtliche Charaktere mit einem Seil verbunden und müssen zusammenarbeiten, um die einzelnen Level zu meistern. Sie verfügen dazu neben Laufen und Springen über die Fähigkeit, sich in den Boden einzugraben und so die übrigen Monster vor dem Sturz in die Tiefe zu bewahren. Die zu absolvierenden Abschnitte hängen dabei von der Anzahl der Spieler ab und werden dementsprechend zunehmend schwieriger. Schließlich müssen sich auch mehr Spieler koordinieren.
Familie und Freunde können sich stundenlang in den einfachen bis bockschweren Rätseln und der niedlichen Comic-Grafik verlieren und dabei ihren Emotionen freien Lauf lassen. Diese decken das gesamte Spektrum zwischen Frust und Freude ab. Was der Gamescom-Demo allerdings fehlte, war ein Faden, der sich durch das Spiel zieht. Es schien eher eine Aneinanderreihung von einzelnen Minispielen zu sein.
Der Mehrspieler-Titel wird für PC und die Nintendo Switch erscheinen.

Bild: Sportwagen von ZlaysideMarco Verch | CC BY 2.0

Super Street: The Game (Lion Castle Entertainment, 04.09.2018)
Von der Rostlaube bis hin zum aufgemotzten Straßenmonster. Das ist das Motto des Arcade-Rennspiels. Über 700 unterschiedliche Anbauteile können in Rennen freigespielt, gekauft und dann wieder im Rennen eingesetzt werden. Neben einem Einzelspielermodus gibt es auch die Möglichkeit, lokal oder online gegeneinander anzutreten.
Nicht nur inhaltlich, sondern auch die Grafik und die Menüführung lassen stark auf einen neuen Konkurrenten der Need-for-Speed-Reihe schließen. Auch das Fahrgefühl selbst kommt dem vermeintlichen Vorbild von Electronic Arts sehr nah. Im Gegensatz zu den damaligen Underground-Teilen verfügt Super Street: The Game aber über ein Schadensmodell.
Es erscheint für Windows, Xbox One und PlayStation 4.

Tourist Bus Simulator (Aerosoft, 25.10.2018)
Nach dem Fernbus-Simulator haben sich die Entwickler eine neue Idee ausgedacht. Anstatt Reisende in grünen Bussen quer durch Deutschland zu kutschieren, werden jetzt die Touristen auf Gran Canaria über die Insel gefahren.
Besonders innovativ ist die Idee nicht und auch das Spiel selbst, das ursprünglich schon am 30.08. erscheinen sollte, kann qualitativ nicht überzeugen. Die Grafik ist zwar insgesamt nicht schlecht, aber schwebende Bauteile an einer Baustelle sind eher ungewöhnlich. Immerhin verfügten sie über einen Schatten auf dem Boden. Die Steuerung ist ein Graus, da die Lenkung in unterschiedlichen Situationen unterschiedlich stark reagiert und die Beschleunigung überhaupt nicht zu einem Bus passt. Außerdem sind HUD und Menüführung wenig intuitiv und lassen den Spieler oftmals allein. Besonders hervorzuheben ist aber die Tatsache, dass die computergesteuerten Fahrer ganz ohne eigenes Zutun ein mittelschweres Verkehrschaos auslösen können.
Diesen Spielspaß gibt es leider nur exklusiv für Windows.

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